Willkommen Cabaret!

Kunst Und Kultur




Joan Marcus

Es gibt viele Gründe, die neueste Inkarnation des Musicals zu sehen KabarettIn keinem von ihnen ist leider Michelle Williams involviert, die Sally Bowles spielt. Natürlich ist es eine undankbare Aufgabe, in Bob Fosses klassischem Film von 1972 gegen die großartige Liza Minnelli anzutreten. Natasha Richardson hatte es in der mit dem Tony Award ausgezeichneten Broadway-Produktion von 1998, die von Sam Mendes und Rob Marshall gemeinsam inszeniert wurde, gut versucht Kabarett ist eine Neuauflage davon - aber Minnelli bleibt die Sally Bowles zu schlagen.



Die meisten der Presse für diesen neuen Kabarett hat sich auf die mit dem Oscar ausgezeichnete Schauspielerin konzentriert, die ihr Broadway- und Musikdebüt gab. Sie bringt sich nicht in Verlegenheit, aber sie fügt der Show auch nichts hinzu. Es ist nicht aus Mangel an einer Stimme: Williams kann singen, obwohl sie dazu neigt, Emotionen mit Schreien gleichzusetzen. Das Problem ist, dass ihr das Charisma völlig fehlt - das ohne es dort von Bowles. Da ist einfach kein da. Plötzlich fühlt sich Sally Bowles fast tangential zur Geschichte.

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Immer noch, Kabarett ist immer sehenswert. Die Partitur von John Kander und Fred Ebb gehört zu den besten, die je geschrieben wurden. Und die Geschichte vom Fall Berlins zu den Nazis wird im Laufe der Jahre immer schlagkräftiger. Aber es ist Alan Cumming als Emcee des Kit Kat Clubs - eine Rolle, die ihm 1998 einen Tony eingebracht hat -, der diese Produktion stiehlt, mit einer Leistung, die umwerfend und unvergesslich ist. Der Schauspieler - heute am bekanntesten für sein straffes, asexuelles Spiel mit Eli Broad Die gute Ehefrau- hat es geschafft, Joel Greys einst unauslöschliche Fassung (im Film und in der ursprünglichen Broadway-Produktion von 1966) zu verdunkeln, indem er Karneval und Skurrilität auf nun, elf, gebracht hat.



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Er wird von Linda Emond mehr als geschickt unterstützt. Sie war nie etwas weniger als außergewöhnlich in Stücken wie Tod eines Verkäufers, aber sie hat auch eine herrliche singende Stimme. Als Fräulein Schneider verleiht sie - zusammen mit Danny Burstein als Herr Schultz - dieser Inszenierung das Herz, das das ohnehin schon verheerende Ende noch herzzerreißender macht.

Und wer kann den grungigen, lasziven Mädchen und Jungen des Kit Kat Clubs widerstehen? Sie werden nie alt.